Unsere Argumente gegen die GroKo

Kultur

Kultur sollte Vielfalt abbilden und für alle gleichberechtigt zugänglich sein - die CDU lehnt das als “Ideologie” oder “Staatskultur” ab. Wollen wir das für die Kulturhauptstadt Berlin?

Für die SPD Berlin ist klar, dass Kultur für alle da sein sollte. Gleichzeitig sehen wir es auch als staatliche Aufgabe, Diversität und Vielfalt aktiv zu fördern - auch in der Kultur. Die CDU Berlin tut dies als “Staatskultur” ab. Dass eine Partei, die in allen anderen Themenbereichen vermeintliche ‘deutsche Traditionen’ beschwört, nun von einer vermeintlichen Staatskultur spricht, zeigt, was sie wirklich verhindern will: Weltoffene, diverse Kunst, die vielleicht nicht zu ihren konservativen Werten passt.

Als Sozialdemokratie stehen wir zu der Auseinandersetzung und Aufarbeitung aller Verbrechen der deutschen Geschichte, das umfasst explizit auch die Kolonialgeschichte. Die CDU beschränkt ihre Auseinandersetzung mit der Kolonialgeschichte auf den Umgang mit Raubkunst - die Forderung nach Rückgabe dieser Kunst sucht man dort vergeblich. Auch das Thema Gedenkstätten wird von der CDU Berlin extrem einseitig beleuchtet. So widmen sie fast ein ganzes Kapitel ihres Wahlprogramms Gedenkstätten für Opfern der DDR und des Kommunismus. Selbstverständlich ist dieses Gedenken wichtig, allerdings findet sich im Wahlprogramm der CDU nichts zu weiteren Gedenkstätten anderer Verbrechen.

Gegenüberstellung

Was die CDU fordert
  • Förderung von privatwirtschaftlichen Engagement
  • Gegen "Staatskultur"
  • Raubkunst behalten
  • Selektive Förderung von Gedenkstätten (Opfer der DDR und des Kommunismus)
Was die SPD will
  • öffentliche Ausgaben für Kultur sichern
  • Abbildung von Diversität
  • Auseinandersetzung auch mit Kolonialgeschichte
  • Förderung aller Gedenkstätten