Unsere Argumente gegen den Koalitionsvertrag

Wissenschaft

Bei Wissenschaft und Hochschule ist die Orientierung, Spitzenstudierende und Spitzenforschung anstatt in der Breite zu fördern. Eine Stärkung der studentischen Mitbestimmung ebenso wie ein klares Bekenntnis zum Semesterticket und zur Übernahmeverpflichtung von Post-Docs (§ 100 BerlHG) findet sich nicht im Koalitionsvertrag. Wir sehen kritisch, dass an den Hochschulen so viel mit Befristungen gearbeitet wird und leider finden sich hierzu keine entsprechenden Aussagen im Koalitionsvertrag.

Gegenüberstellung

Was im GroKo-Vertrag steht
  • Kein Bekenntnis zu § 110 BerlHG, sondern Übergangsregelung
  • Mehr Hochschulautonomie in den Hochschulverträgen; Stärkung von Präsidien und professoralen Mehrheiten
  • Ausbau von Postsozialismusforschung und Integration von unternehmerischen Kompetenzen in die Hochschulbildung
  • Förderung von besonders begabten Studierenden
  • 5% Dynamisierung der Hochschulverträge
Was R2G fest verabredet hatte
  • Geringe Prüfungsbelastung für Studierende
  • Einsatz für BaföG als Vollzuschuss (ohne Darlehen)
  • Stärkung der Kommissionen für Lehre und Studium
  • Ziel: 50% Frauen auf allen Stellen in der Hochschule
  • gender- und diversitysensible Inhalte als verbindlicher Bestandteil von Fort- und Weiterbildungen für Lehrende